Atopisches Ekzem – Welcher Arzt kann mir helfen?

Juckende, rote Stellen, nässende Ausschläge. All das sind Formen des Atopisches Ekzems. Im Gegensatz zu anderen Neurodermitiserkrankungen ist die Anfälligkeit für diese Krankheit erblich bedingt und trifft Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen.

Keine Heilung durch den Hausarzt!
Der Ausschlag zeigt sich meist bei Kleinkindern. Nahezu 85% aller Betroffenen sind unter 5 Lebensjahre. Aber auch Erwachsene können daran erkranken. Die Krankheit kann sich, je nach Alter, in bis zu 3 Phasen zeigen und geht einher mit:

  1. Pusteln und Pasquen
  2. Rötungen
  3. Schälender Haut
  4. Entzündeten Stellen
  5. Juckreiz
  6. Generellem Unwohlsein

Ein Besuch beim Hausarzt kann nur selten helfen, da es sich um eine spezielle Hautkrankheit handelt. Auch die Medikation ist schwierig, da die Krankheit durch eine genetische Schwäche des hauteigenen Schutzsystems gegen Eindringlinge begünstigt wird. Oft können nur die Symptome behandelt werden. Menschen mit dem Atopischem Ekzem können sich aber durch spezielle Verhaltensweisen schützen und ein relativ normales Leben führen.

Alternativ: Ohne Medikamente behandeln
Besonders Erwachsene sind nur selten auf eine Medikation angewiesen. Bei ihnen verläuft die Krankheit im Normallfall harmlos. Zur einfachen Behandlung zuhause genügt es:

  1. Auf Parfums zu verzichten
  2. PH-hautneutrale Seifen zu nehmen
  3. Während der Ausbreitung lieber Waschgel statt Wasser zu benutzen
  4. Sich einmal in der Woche mit Cremes gegen Ekzeme einzuschmieren

Auch viele Methoden der Homöopathen können bei leichten Fällen helfen.
Ein Ekzem darf niemals zwangsweise geöffnet werden, um den Inhalt zu entleeren. Das kann zu Entzündungen führen und verbreitet die Krankheitserreger nur weiter über die Haut. Erwachsene sollten besser abwarteten, bis die betroffenen Stellen von selbst abheilen. Begünstigt wird die Krankheit zudem dadurch, dass die Betroffenen mit sich selbst unzufrieden sind. Anders sieht es bei Kleinkindern aus. Ihre Körper besitzen noch kein vollentwickeltes Immunsystem. Die Krankheit verläuft bei ihnen oft stärker. Hier ist die Hilfe eines Hautarztes die bessere Wahl. Er kann auch ausschließen, ob es sich möglicherweise um eine andere Form der Neurodermitis handelt. Ein Besuch beim Arzt empfiehlt sich auch bei Erwachsenen, die länger als 1 Woche unter Ekzemen leiden.